Youth for Wild Rivers

Vom 03. bis zum 06. September organisierten Florian und Christine ein mehrtägiges Training zu den Themen Medienarbeit und Naturschutz, in Deutschlandsberg, in der Süd-Weststeiermark. Das Training war darauf ausgerichtet motivierten Jugenlichen aus der Region zwei immer wichtiger werdende Themen näher zu bringen, und somit die Werkzeuge für eigene, weitere Projekte zu vermitteln. Das Thema Naturschutz, in Verbindung mit der Koralm-Region, wurde nicht zufällig ausgewählt.

Seit Jahrzenten ist die Koralm in ihrer Einzigartigkeit bedroht. Projekte wie "Pumpspeicherkraftwerk-Koralm", "Flusskraftwerk Schwarze Sulm" sowie der Lithium-Stollen gefährden die einzigartige Flora und Fauna, welche es nur auf der Koralm gibt und sonst nirgendwo auf der Welt sonst. Um dafür ein Bewusstsein zu schaffen erzählte uns am Beginn der Bürgermeister a.D., der Gemeinde St. Martin im Sulmtal, wie all diese Projekte im laufe der Zeit plötzlich auf die Bürger*innen der Region zu kamen und das die ürsprünglichen Bestrebungen für dieses Gebiet ein großer Biosphärenpark war, also etwas ganz anders. Um nun die Komplexität eines sogennanten Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahrens, welches ein jedes dieser Projekte durchlaufen muss, zu verstehen, nahm sich die Umweltanwältin, des Landes Steiermark, die Zeit unsere Fragen zu beantworten. Was gesunde Ökosysteme sind und wozu wir als Menschen diese brauchen, erklärte die Flussexpertin des WWFs der Gruppe. Mit diesen neuen Erkenntnissen über die Region und die Natur die uns umgebit, startete die Gruppe in den zweiten Teil des Trainings.

Den Start übernahm ein ehemaliger Journalist des ORF Steiermark. In seinem Workshop redeten wir über den Einfluss von gezielter Kommunikation in Zusammenhang mit den Botschaften, die man selbst als Aktivist*in an die Bürger*innen bringen möchte und wie man dies umgesetzt werden muss, um überhaupt gehört zu werden. Ein Bild hingegen spricht mehr als tausenden Worte. Aus diesem Grund folgte auf den Kommunikations-Workshop ein Fotographie-Workshop, denn das perfekte Bild einzufangen funktioniert nur mit genügend Wissen über die verschiedensten Details. Um nun dieses neue Wissen über die Fotographie einzusetzten und einen Eindruck über jene Natur zu bekommen, wanderten wir am nächsten Tag hoch auf die Koralm, zu jenem Platz, an welchem besagtes Pumpspeicherkraftwerk gebaute werden soll. Zusammen mit Bernhard Reiner, Filmemacher aus Graz, begleiteten wir den Tag mit der Kamera. Diese Bilder werden dann in einem von Bernhard geplanten Film zu sehen sein. Mit all diesen neuen Eindrücken, Erfahrungen und Wissen endete dieses Training mit einer Brainstorm-Session zu weitergehenden Projekten, um dieses besondere Gebiet zu schützen.